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Anlagenmechaniker/in Rohrsystemtechnik
Tätigkeitsbeschreibung
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Anlagenmechanikerin/Anlagen-
mechaniker Rohrsystemtechnik

Anlagenmechanikerin/Anlagenmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufs­bildungsgesetz (BBiG). Dieser Beruf wird seit einer Neuordnung der industriellen Metallberufe, die zum 1. August 2004 in Kraft trat, als sogenannter Monoberuf ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten ausgebildet, verfügt jedoch über Differenzierungsmöglichkeiten durch betriebliche Ein­satzgebiete.

 

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 ½ Jahre in Betrieb und Berufsschule.

WasserwerkIn unserem Betrieb bilden wir Anlagenmechanikerinnen/Anlagen-mechaniker Rohrsystemtechnik aus. Der nachstehende Text dient eher zur allgemeinen Information über die Ausbildung zur Anlagenmecha­nikerin bzw. zum Anlagenmechaniker.

Der „Ausbildungsplan Anlagenmechanikerin/Anlagenmechaniker Rohrsystemtechnik“ gibt hingegen einen Überblick über die Ausbildungsinhalte und die zeitliche Struktu­rierung der Ausbildung in unserem Betrieb, die selbstredend entsprechend dem einschlägigen Aus­bildungsrahmenplan organisiert ist.

Arbeitsgebiet

Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker arbeiten überwiegend in Betrieben, die Kessel und Behälter z. B. für die Lebensmittelindustrie herstellen oder auch Heizkörper für Zentralheizungen. In der Erdöl- und Erdgasförderung, bei Wasserwerken oder Energieversorgungsunternehmen montieren sie vor allem Rohrleitungssysteme. Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich darüber hinaus in Raffinerien, in der chemischen Grundstoffindustrie oder im Schiffbau. Sie halten sich sowohl in Fertigungshallen auf als auch auf wechselnden Montagebaustellen, die auch im Ausland liegen können. Je nach Betrieb oder Branche verrichten sie Arbeiten im Freien. Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker sind in der Herstellung, der Erweiterung, im Umbau oder in der Instandhaltung von Anlagen im Bereich des Anlagen-, Apparate- und Behälterbaus, der Prozessindustrie, der Versorgungstechnik sowie der Lüf­tungstechnik tätig. Typische Einsatzgebiete sind: Anlagenbau, Apparate- und Behälterbau, Instandhal­tung, Rohrsystemtechnik und Schweißtechnik.


 

Tätigkeitsbeschreibung

Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker fertigen komplexe industrielle Anlagen und Maschi­nen oder wirken bei deren Entwicklung und Konstruktion mit. Das können Produktionsanlagen für die chemische Industrie, Dampferzeuger für Kraftwerke, WasserwerkRohrleitungssysteme für eine Erdölraffinerie oder Sudbehälter für eine Brauerei sein.  Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker längen Rohre ab, schneiden Bleche aus, biegen und montieren sie.

Die Einzelteile einer Anlage stellen sie zunächst oft im Betrieb her. Sie schneiden die Ausgangsmaterialien genau nach Maß, kanten sie ab oder biegen sie und verbinden sie durch Falzen oder Schweißen. Besonders bei Druckbehältern prüfen sie, ob die Schweißnähte belastbar und die gefertigten Apparate dicht sind.

Sie tragen Metallrohre, schneiden Gewinde oder setzen CNC-Maschinen in Gang. Bei der Montage der Werkstücke müssen sie kräftig zupacken, auch wenn Hebezeuge die Arbeit erleichtern. Neben Muskel­kraft ist handwerkliches und technisches Geschick erforderlich, z. B., wenn sie Bauelemente biegen und schweißen, oder wenn sie computergesteuerte Fräs‑ und Zuschnittmaschinen einrichten, bedienen oder warten. Dabei müssen sie sich schon mal bücken oder über Kopf arbeiten. Konzentriert und sorgfältig überprüfen sie Schweißnähte oder schneiden Bleche mit Schneidbrennern oder Blechscheren maß­getreu zu.

WasserwerkDie Endmontage erfolgt wegen der Größe der Maschinen meist beim Auftraggeber. Dabei bauen Anlagenmechanikerinnen und Anlagen­mechaniker auch alle erforderlichen Armaturen, Druckregler und Komponenten der Mess-, Steuer- und Regeltechnik ein. Große und schwere Bauteile bewegen sie mit Hebezeugen. Außerdem übernehmen sie Wartungs- und Instandsetzungsaufgaben.

Arbeitsmaterialien sind zum Beispiel Bleche und Rohrleitungen aus Stahl, Kupfer und anderen Metallen sowie Filter, Rohrleitungsteile, -formstücke, -verbindungsstücke und Armaturen, aber auch Mess- und Regeleinrichtungen. Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker arbeiten sowohl mit hand­geführten Werkzeugen, etwa mit Rohrzangen, Hämmern, Feilen und Blechscheren, als auch mit Schneide-, Abkant- und Rundbiegemaschinen sowie Brennschneidautomaten und Schweißanlagen. Dabei kann es sich auch um CNC-Maschinen handeln. Bei Montagearbeiten handhaben sie Schweiß­geräte. Sie verwenden Prüf- und Messgeräte, beispielsweise Messschieber und Winkelmesser. Zu ihren Arbeitsunterlagen gehören technische Zeichnungen, Fertigungsablauf- und Montagepläne, ISO-Tole­ranzen, terminliche Vorgaben und Prüfprotokolle. Um Montageabläufe zu planen, technische Unterlagen zu erstellen, Berechnungen durchzuführen oder Konstruktionsmaße zu ermitteln, ist der Computer ein notwendiges Hilfsmittel. Andere moderne Informations- und Kommunikationstechniken wie beispiels­weise E-Mail und Internet gehören meist ebenfalls zum betrieblichen Alltag.

Beim Brennschneiden, Bohren und Schleifen in den Fertigungs- und Werkhallen sind Maschinenlärm und Metallstaub unvermeidbar. An Maschinen kommen Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechani­ker oft mit Metallabrieb, Schmier- und Kühlmitteln in Berührung. Beim Schweißen, Löten und Kleben entstehen Rauchgase und Dämpfe, auch wenn Absauganlagen dieser Gefahr begegnen.

Um Verlet­zungen vorzubeugen, tragen sie Schutzkleidung: Je nach Arbeit sind Schweißschutzschild, Schutzbrille oder auch Gehörschutz unverzichtbar. Sicherheitsschuhe mit eingearbeiteten Stahlsohlen sorgen dafür, dass sich zum Beispiel keine auf dem Boden liegenden Metallspäne durch die Schuhe bohren.


 

Einsatzmöglichkeiten

Normalerweise arbeiten sie tagsüber von Montag bis Freitag. In größeren Betrieben ist auch Schicht­arbeit nicht ungewöhnlich. Wenn Termine eingehalten werden müssen, fallen schon mal Überstunden oder Wochenendarbeit an. Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker sind vielfach zu Montage­einsätzen auf Baustellen unterwegs, auch bundesweit. Manche Betriebe sind in anderen europäischen Ländern tätig. Nicht immer kann man zur gewohnten Zeit Feierabend machen. Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker arbeiten oft im Team mit anderen Kollegen zusammen. Industriemeisterinnen und ‑meister, Technikerinnen bzw. Techniker oder Schichtleiterinnen / Schichtleiter erteilen ihnen ihre Aufträge. Mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betriebsabteilungen, wie z. B. Lager oder Quali­tätsprüfung, stehen sie ebenfalls in Kontakt, sowohl bei ihrer Arbeit in der Werkhalle als auch auf der Baustelle.

Fach- oder Hilfskräfte gehen ihnen bei der Montage von größeren Objekten zur Hand. Bei ihren bundes-, teilweise auch europaweiten Montageeinsätzen besteht selten das gesamte Team aus Menschen gleicher Sprache oder Nationalität. Die Verständigung ist teilweise nur in einer Fremdsprache möglich. Verlässliches, den Anweisungen der Vorgesetzten entsprechendes Arbeiten ist besonders im Hinblick auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften wichtig, um weder sich noch andere Beschäftigte zu gefährden.

Zukunft: Was kommt später?

Luftbild Kläranlage IchtershausenMit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung für Anlagenmechanike­rinnen und Anlagenmechaniker jedoch nicht beendet. Die industrielle Metallbearbeitung und damit auch der Anlagenbau sind von stetigen Weiter- entwicklungen und Veränderungen geprägt. Um mit den Ent­wicklungen Schritt halten zu können, ist Weiterbildung wichtig. Durch Seminare zu Themen wie Plasma- oder Laserstrahlschneiden, CAD im Anlagen- und Rohrleitungsbau (PDS) oder Qualitätsmanagement können sich die Fachkräfte beruflich auf dem Laufenden halten. Weiterbildung ist auch der Schlüssel zum Aufstieg in leitende Funktionen. Nach entsprechender Berufspraxis können Anlagenmechanikerin­nen und Anlagenmechaniker z. B. die Prüfung als Industriemeisterin/ Industriemeister der Fachrichtun­gen Metall oder Rohrnetzbau und Rohrnetzbetrieb ablegen, eine Fortbildung zum Metallbautechniker bzw. zur Metallbautechnikerin absolvieren oder sich zur Technischen Fachwirtin bzw. zum Technischen Fachwirt fortbilden.


 

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Ausbildungsprofil Anlagenmechaniker/in Rohrsystemtechnik  
Ausbildungsprofil Anlagenmechaniker/in Rohrsystemtechnik
Ausbildungsplan Anlagenmechaniker/in Rohrsystemtechnik
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