WASSER IST LEBEN

Bei Störungen oder Schadenfällen außerhalb unserer Servicezeiten, an Wochenenden
und Feiertagen erreichen Sie unseren Bereitschaftsdienst unter den folgenden Rufnummern:

Bereich Wasser: 0170 2779691

Bereich Abwasser: 0172 6960003

Ausbildung beim WAZV

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles Wissenswerte über die Ausbildung in unserem Betrieb.


Informationen zur Ausbildung beim Wasser-/Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung

Der Wasser-/Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung bildet in seinem Eigenbetrieb regelmäßig Jugendliche in anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) aus. Den Schwerpunkt nimmt dabei seit einigen Jahren die Ausbildung in den so genannten Umwelttechnischen Berufen („UT-Berufe“) ein, d. h., die Ausbildung zur

Fachkraft für Wasserversorgungstechnik“ (PDF-Datei mit dem Ausbildungsprofil)

oder zur

„Fachkraft für Abwassertechnik“ (PDF-Datei mit dem Ausbildungsprofil).

Bei Bedarf bilden wir auch in anderen Berufen aus, nämlich als „Rohrleitungsbauer“ (PDF-Datei mit dem Ausbildungsprofil), „Anlagenmechaniker Fachrichtung Rohrsystemtechnik“ oder „Elektroniker für Betriebstechnik“.

Die Ausbildungsverhältnisse im Eigenbetrieb bestimmen sich nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23.03.2005 in seiner jeweiligen Fassung sowie nach den Vorschriften der Tarifverträge für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) - Allgemeiner Teil und Besonderer Teil BBiG -, beide vom 13.09.2005, sowie den diese ergänzenden, ändernden oder ersetzenden Tarifverträgen in der für den Bereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) jeweils geltenden Fassung. Darüber hinaus sind das Jugendarbeitsschutzgesetz sowie einschlägige Dienstvereinbarungen zu beachten.

Die Ausbildung ist sowohl im Bereich Trinkwasser als auch im Bereich Abwasser interessant und abwechslungsreich und dauert in beiden Berufen drei Jahre.

Ab Beginn der Ausbildung nehmen die Auszubildenden für etwa eineinhalb Jahre an speziellem fachpraktischen Unterricht in der Ausbildungsstätte Weimar des BVE (Bildungsverein der Ver- und Entsorgungsunternehmen Thüringen e. V.) teil. Im dritten Jahr finden in der Ausbildungsstätte des BVE dann noch Lehrgänge zur Vertiefung der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie zur Prüfungsvorbereitung statt. Der theoretische Unterricht wird in der Berufsschule erteilt.

Kurzübersicht: externe Bildungseinrichtungen, Berufsschulstandorte, zuständige Stellen
 

Fahrtkosten

Die Fahrtkosten vom Wohnort des Auszubildenden bis zum Arbeitsort (Betriebssitz) dürfen wir nach wie vor nicht erstatten.
 
Die Kosten für Fahrten zur überbetrieblichen Ausbildungsstätte (in der Regel Ausbildungsstätte Weimar des BVE) dürfen seit 01.09.2014 nur noch bis zur Höhe der Kosten der Fahrkarte der jeweils niedrigsten Klasse des billigsten regelmäßig verkehrenden Beförderungsmittels (im Bahnverkehr ohne Zuschläge) erstattet werden; Möglichkeiten zur Erlangung von Fahrpreisermäßigungen (z. B. Schülerfahrkarten, Monatsfahrkarten, BahnCard [gilt auch für eine private BahnCard!]) sind auszunutzen.
 
Bei den Fahrtkosten für den Besuch der Berufsschule müssen die Auszubildenden einen Eigenanteil von 6 % des Ausbildungsentgelts für das erste Ausbildungsjahr tragen (derzeit 61,10 Euro monatlich). Der Zweckverband darf hier nur den Betrag erstatten, der über diesen Eigenanteil hinausgeht.
 
Seit 01.10.2018 gibt es allerdings das sogenannte Azubi-Ticket in Thüringen. Das Azubi Ticket kostet 50,00 Euro pro Monat und gilt thüringenweit im Schienennahverkehr für die Züge der DB Regio, Abellio, Erfurter Bahn, Südthüringenbahn und Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, außerdem für sämtliche Busse und Straßenbahnen im VMT-Gebiet sowie für Busse in allen anerkennenden Städten und Landkreisen, u. a. auch im Ilm-Kreis.
 
Daraus folgt zum einen, dass wir in der Regel für die Fahrten zur Berufsschule überhaupt keine Fahrtkosten mehr erstatten dürfen, weil der Eigenanteil auch bei zwei Wochen Berufsschulunterricht innerhalb eines Monats nicht mehr überschritten wird. Zum anderen dürfen wir für die Fahrten zur Ausbildungsstätte Weimar des BVE eben auch nur noch maximal 50,00 Euro pro Monat erstatten.
 
Für die Fahrten zur Ausbildungsstätte Weimar des BVE muss die Fahrtkostenerstattung tageweise berechnet werden. Die Tage für Fahrten zum Berufsschulunterricht sind dabei ebenso herauszurechnen wie Urlaubs-, Krankheits-  oder sonstige Abwesenheitstage, an denen keine Fahrtkosten entstehen, oder Fahrten zum Ausbildungsbetrieb. Dadurch reduziert sich der maximale Erstattungsbetrag von 50,00 Euro teilweise leider sehr deutlich.
 
Lediglich für die Fahrtkosten „zur Ablegung der in den Ausbildungsordnungen vorgeschriebenen Prüfungen“ (Zwischen- bzw. Abschlussprüfung) gilt, soweit die Prüfungen nicht in Arnstadt stattfinden, eine andere Regelung. Gemäß § 10 Absatz 1 TVAöD-BT BBiG werden die Kosten für Fahrten zu Prüfungen nämlich nach den (für unseren Betrieb geltenden) Bestimmungen des Thüringer Reisekostengesetzes erstattet.
 
Unter diesen Voraussetzungen empfehlen wir unseren Auszubildenden, sich an kompetenter Stelle zu erkundigen, ob eine (freiwillige) Einkommensteuererklärung sinnvoll wäre. Hierbei könnten sicher die nicht von uns erstatteten Fahrtkosten (auch die für Fahrten zur Berufsschule sowie zum Ausbildungsbetrieb) als Werbungskosten geltend gemacht werden. Diesen Rat geben wir allerdings ohne jegliche Gewähr, da uns die jeweilige finanzielle Situation außerhalb der Abrechnung des Ausbildungsentgelts natürlich nicht bekannt ist.
 
Das Pilotprojekt für das Azubi-Ticket Thüringen ist zunächst befristet bis 31.12.2019. Sollte das Azubi-Ticket ab 01.01.2020 nicht mehr verfügbar sein, sodass sich die Bedingungen für die Fahrtkostenerstattung ändern, werden wir unsere Informationen zur Fahrtkostenerstattung bei Auszubildenden umgehend anpassen.
 
Informationen zum Azubi-Ticket sind z. B. abrufbar unter:
 


Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, damit ich eine Ausbildung beim Wasser-/Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung absolvieren kann?

Alle Berufe, die im Eigenbetrieb des Wasser-/Abwasserzweckverbandes Arnstadt und Umgebung ausgebildet werden, stellen hohe Anforderungen an die Auszubildenden. Deshalb sind (sehr) gute schulische Leistungen von großer Bedeutung. Für einen erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung müssen wir mindestens einen guten Realschulabschluss voraussetzen. Der Notendurchschnitt im Jahreszeugnis der Klasse 9 sowie im Halbjahreszeugnis der Klasse 10 sollte bei 2,0 liegen oder besser sein.

Bewerber, die diese Anforderung erfüllen, laden wir in der Regel zunächst zu einem schriftlichen Eignungstest und anschließend zu einem Vorstellungsgespräch ein.

Insbesondere Bewerber für eine Ausbildung im Bereich Abwasser müssen zusätzlich einen Praxistest absolvieren. Eine weitere Voraussetzung neben (sehr) guten (schulischen) Leistungen ist nämlich, dass die Bewerber auch die „persönliche“ Eignung für den künftigen Ausbildungsberuf mitbringen.

Für jemanden, der beispielsweise unter Klaustrophobie („Platzangst“) leidet, ist eine Ausbildung beim Wasser-/Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung vielleicht nicht das Richtige. Unsere Beschäftigten müssen bei ihrer Arbeit oftmals in enge Schächte, Behälter und/oder (unterirdische) Anlagen einsteigen.

 

Die Faultürme auf dem Betriebsgelände der Verbandskläranlage Arnstadt sind 21,10 m hoch. Davon sind „nur“ 13,30 m oberirdisch sichtbar. Zur Plattform auf der Spitze der Faultürme führt eine breite Treppe hinauf, alles ist mit Geländern abgesichert. Menschen, die unter Akrophobie („Höhenangst“) leiden, hätten vermutlich trotzdem größte Probleme, bis zur Spitze der Faultürme und anschließend wieder hinunter zu gelangen.

 

Bei der Arbeit in unserem Betrieb erhält man auch kostenloses „Krafttraining“. So müssen mitunter Schachtabdeckungen oder Kanaldeckel geöffnet werden, die bis zu 70 kg wiegen können. Trotz Hilfsmitteln, z. B. Handhebehaken, kann die Arbeit körperlich sehr anstrengend sein.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) bestimmt, dass Jugendliche, die in das Berufsleben eintreten, nur beschäftigt werden dürfen, wenn sie innerhalb der letzten vierzehn Monate von einem Arzt untersucht worden sind (sogenannte Erstuntersuchung).

Bevor wir einen Ausbildungsvertrag schließen dürfen, muss der ausgewählte Bewerber mit einer ärztlichen Bescheinigung über die Erstuntersuchung seine gesundheitliche Eignung für den vorgesehenen Ausbildungsberuf nachweisen.

Den Vordruck für die Erst- und auch die Nachuntersuchung nach JArbSchG gibt es beim zuständigen Einwohnermeldeamt.

Wie bewerbe ich mich?

Unterlagen:

  • schriftliche Bewerbung,
  • Lebenslauf (tabellarisch),
  • Kopie des Halbjahreszeugnisses der Klasse 9,
  • Kopie des Jahreszeugnisses der Klasse 9,
  • Kopie des Halbjahreszeugnisses der Klasse 10 (kann nachgereicht werden) und
  • ggf. Kopien von Praktikumsbeurteilungen o. Ä.


Bewerbungsfrist?

Ist in unserem Betrieb eine Ausbildungsstelle zu besetzen, veröffentlichen wir eine (separate) Information dazu auf unserer Startseite. Dort ist auch die Bewerbungsfrist angegeben.

Bewerbungsanschrift:

Wasser-/Abwasserzweckverband
Arnstadt und Umgebung,
Postfach 12 64,
99302 Arnstadt.

Weitere Fragen?

Haben Sie weitere Fragen zur Ausbildung im Eigenbetrieb des Wasser-/Abwasserzweckverbandes Arnstadt und Umgebung? Bitte wenden Sie sich an unsere Personalsachbearbeiterin, Frau Sprenger.

 

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